Stuttgarter BarCamp

Mitmachen erwünscht!

Mitmachen erwünscht!
Der Austausch steht beim BarCamp im Vordergrund. (Bild: Markus Espenhain)

BarCamp? Trifft sich da die deutsche Cocktailmixer-Elite? Werden gar die Stuttgarter Bars und Kneipen ein Wochenende lang zu Campinglagern für Feierwütige umfunktioniert? Keines von beidem. Ein BarCamp ist keine strukturierte Konferenz, sondern wird als „Unkonferenz“ bezeichnet. Die Inhalte drehen sich rund um das Thema Internet und Web 2.0.
 
Das BarCamp - Eine "Unkonferenz"
In einer offenen, lockeren Atmosphäre – daher auch Unkonferenz – kommen Menschen zusammen, die sich im Internet auf Social Communities, Blogs oder anderen Plattformen kennengelernt haben, um ihr Wissen zu teilen, zu diskutieren und miteinander zu lernen.
 
Nur Teilnehmer, keine Zuschauer
In Stuttgart ist es die zweite Veranstaltung dieser Art. Web 2.0 bezeichnet eine Form des Internets, in dem die Benutzer selbst die Inhalte erstellen. Genauso gibt es auch bei einem BarCamp keine Zuschauenden, sondern nur Teilnehmende.
 
Sessions zu verschiedenen Themen
Jedes BarCamp beginnt nach einem gemeinsamen Frühstück mit einer Vorstellungsrunde. Dann geht es an die „Sessionplanung“. Sessions sind Vorträge, die die Teilnehmer selbst organisieren. Jeder kann eine Session zu seinem Wunschthema vorbereiten und sie den anderen Teilnehmern vorstellen. Danach entscheiden die BarCamper, wer bei welchem Thema mitmachen möchte.
 
Der Austauschgedanke dominiert
Ganz im Sinne einer Unkonferenz gibt es keine Standard-Sessions. Manche haben Workshopcharakter, andere sind regelrechte Diskussionen. Erlaubt ist alles, was interessiert und was die Menschen zur aktiven Teilnahme und zum Wissensaustausch bewegt.
 
200 Teilnehmer erwartet
Wie im letzten Jahr erwarten die Veranstalter auch dieses Mal etwa 200 Teilnehmer. So verschieden die Themen sind, so unterschiedlich sind auch die BarCamper. „Von Schülern über Studenten bis hin zu Vorstandsvorsitzenden kommen ganz unterschiedliche Menschen“, erzählt Jan Theofel, Organisator des Stuttgarter BarCamps.
 
Unterstützung durch Sponsoren
Was sie alle vereint, ist das Interesse am Internet und der Wille, sich mit Gleichgesinnten zu treffen und auszutauschen. Anmeldegebühren sollen kein Hindernis darstellen. Aus diesem Grund sind die Organisatoren auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen. Unter anderem die Medien- und Film-Gesellschaft Baden-Württemberg, das DGB Bildungswerk und die GOOD NEWS bezuschussen das Stuttgarter BarCamp.
 
Topthema "Politik 2.0"
Trotz freier Auswahl der Inhalte gibt es doch ein aktuelles Topthema für das diesjährige BarCamp: Politik 2.0 – also die Nutzung des Internets für die Politik. Schon Barack Obama setzte das Internet vor nicht ganz einem Jahr erfolgreich in seinem Wahlkampf ein.
 
Web 2.0 im deutschen Wahlkampf?
Offen ist, welche Rolle das Web 2.0 im diesjährigen Bundestagswahlkampf spielen wird. „Vielleicht bereichert der ein oder andere Landtags- oder Bundestagspolitiker die Diskussionen“, so Jan Theofel.
 
Kartenkontingent für GOOD NEWS-Leser
Da das letzte Stuttgarter BarCamp bereits nach wenigen Stunden ausgebucht war, haben die Veranstalter exklusiv für die GOOD NEWS-Leser ein Kontingent an Teilnahmeplätzen frei gehalten. Zur Anmeldung schicken Sie eine E-Mail an: barcamp@etes.de. Die ersten 20 Einsendungen bis zum 10. September 2009 um 12 Uhr nehmen am 12. und 13. September beim BarCamp teil. (MM)
 
 
Was ist eigentlich Web 2.0?
Web 2.0: Beim „Mitmach-Internet“, wie das Web 2.0 auch genannt wird, erstellen nicht nur die Informationsanbieter die Inhalte, sondern auch die Benutzer. Die Plattformen des Web 2.0 sind vielfältig.
Social Community: Freunde finden, alte Bekannte wiedertreffen. Das ist der Sinn sozialer Netzwerke wie StudiVZ und Facebook. Auch GOOD NEWS ist bei Facebook
vertreten.
Blog: Ein Blog ist eine lange Liste von Artikeln, die kommentiert werden können. Die Themen darin variieren stark zwischen professionellen und privaten Inhalten.
Twitter: Die neueste Welle aus Amerika schwappt zu uns herüber: die Kommunikationsplattform Twitter. Der Benutzer hat 140 Zeichen zur Verfügung, um den anderen Benutzern zu erzählen, was er gerade tut oder interessant fi ndet. GOOD NEWS twittert ebenfalls interessante Beiträge: http://twitter.com/goodnews_stgt
Wiki: Bei dieser Art von Informationsplattform steht das Teilen von Wissen im Vordergrund. Die Inhalte eines Wikis werden von den Benutzern selbst erzeugt; es entsteht eine umfangreiche und stets aktuelle Sammlung von Wissen. Ein bekanntes Beispiel für ein Wiki ist „Wikipedia“.

05.09.2009
(Ausgabe September 2009)
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