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Seit nunmehr zehn Jahren machen die Clowns, die die Olgäle-Stiftung angestellt hat, den Kindern viel Spaß. (Bilder: Olgäle-Stiftung)
Olgäle-Stiftung
Ein bisschen Spaß und Farbe
Lustige Bilder an der Wand, bunte Spielwände aus Holz oder Themenspielplätze mit einer Arche oder Straßenbahn – dass es sich beim Olgahospital um ein Krankenhaus für Kinder handelt, sieht man auf den ersten Blick.
Wohlfühlatmosphäre in der Klinik
Die Kinder sollen sich hier trotz der sterilen Umgebung wohl fühlen und Spaß haben. Dass all diese Gestaltungsideen im Olgahospital umgesetzt werden konnten, dafür ist die Olgäle-Stiftung verantwortlich. Seit 1997 sammelt die Stiftung Spendengelder von privaten Spendern und berühmten Personen, um der Klinik, den Ärzten und schließlich auch den Kindern eine möglichst optimale medizinische Versorgung zu ermöglichen.
Projekte finanzieren, für die kein Geld da ist
Die Olgäle-Stiftung baut einen soliden finanziellen Grundstock auf. So kann sie Projekte finanzieren, die dem Rotstift des Olgahospitals zum Opfer gefallen sind. Ein Beispiel einer solchen Finanzierungshilfe ist das Addy-von-Holtzbrinck-Bad. Sechs Jahre lang konnte das Bad nicht benutzt werden. Die Kosten einer Sanierung sprengten den finanziellen Rahmen des Krankenhauses. Da kam die Olgäle-Stiftung ins Spiel und half: Dank der gesammelten Spenden konnte das Bad renoviert werden. Heute erfüllt es wieder seinen Zweck.
Plantschen unter Anleitung
Unter therapeutischer Überwachung bewegen sich die Kinder im Wasser, trainieren so ihre Muskeln und den gesamten Bewegungsapparat, um genug Kraft für ein Leben außerhalb der Krankenhausmauern aufzubauen – eine Voraussetzung für die baldige Entlassung aus dem Hospital. Eine Bewegungstherapie im Wasser fällt den Kindern viel leichter und ist mit weniger Schmerzen verbunden als in der Sporthalle. Noch dazu macht das Plantschen viel Spaß.
Clowns verbreiten gute Laune
Viel Spaß machen auch die drei Clowns, die die Olgäle-Stiftung 1999 angestellt hat. Fast zehn Stunden in der Woche sind der Clown Pa Püff und seine Kollegen, das Clownspaar, auf den Stationen des Krankenhauses unterwegs und verbreiten gute Laune.
Eine besondere Krankenhaus-Clown-Ausbildung
Die lustigen Clownsärzte wurden für diesen Einsatz besonders ausgebildet, denn sie müssen sich an die Situation und den gesundheitlichen Zustand der Kinder anpassen. Dr. Stefanie Schuster, Präsidentin der Olgäle-Stiftung, erklärt, weshalb: „Kinder, die neu im Haus sind, sind noch stark verängstigt. Mit ihnen muss man sehr sensibel umgehen.“
Kleine Zaubertricks zum Aufheitern
In der Intensivstation sorgen die Clowns mit eher ruhigen, stillen Späßen für eine entspannte Atmosphäre: Sie zeigen kleine Zaubertricks oder blasen Seifenblasen in die Luft. „Dabei bleiben sie eher leise, um die Patienten nicht aufzuregen. In den Zimmern der anderen Kinder treiben die Clowns dagegen richtigen Schabernack und machen ihre Späße“, erzählt die Präsidentin der Stiftung.
Bücher für kleine Leseratten
Die Zeit im Krankenhaus ist für Kinder besonders schlimm: Sie müssen meist in ihren Betten liegen bleiben und bekommen selten Besuch. Damit die Zeit schneller vergeht, schauen die Kinder fern oder lesen ein Buch. Auch hier hilft die Olgäle-Stiftung: Sie hat 2004 eine Patientenbibliothek eingerichtet. In stundenlanger Arbeit wurden Bücher in Folie eingeschweißt, katalogisiert und in die Regale sortiert.
Ein wahrer Bücherschatz
Die Mühe hat sich gelohnt: Kinder und Eltern können heute in der Patientenbibliothek stöbern oder sich beim mobilen Bibliotheksdienst vom Bett aus ein Buch ausleihen. Auch Computer mit Internet-Anschluss hat die Olgäle-Stiftung beschafft. Dadurch können die Patienten mit ihren Freunden und Familien online in Kontakt bleiben.
Ein Besuchsdienst springt ein
Die Olgäle-Stiftung hilft auch, wenn die Eltern ihr krankes Kind nicht besuchen können. Stefanie Schuster: „Für solche Fälle haben wir unseren Besuchsdienst. Jedem Kind wird ein persönlicher Besucher zugeteilt, der immer dann einspringt, wenn die Eltern keine Zeit haben.“ Das erfordert eine hohe Flexibilität der Ehrenämter. Doch bisher blieb noch kein Kind allein. Der Besuchsdienst liest den Kinder vor, spielt mit ihnen oder erzählt. Die Kinder selbst sind froh über den Besuch und nehmen die Abwechslung dankbar an.
Der Neubau ist das nächste Projekt
Das nächste Großprojekt der Olgäle-Stiftung ist die Unterstützung des Neubaus der Kinderklinik „Olgäle“. Denn der finanzielle Rahmen den Stadt und Land zur Verfügung stellen können, reicht nicht aus, um die Pläne der Ärzte und die Wünsche der Patienten zu realisieren.
Eine Arche zur Orientierung
So ist die bisher geführte Patientenbibliothek noch nicht vorgesehen und auch einzelne Untersuchungsgeräte können nicht in das neue Gebäude übernommen werden. Die Olgäle-Stiftung setzt sich für den Erhalt und die Erweiterung der jetzigen Angebote ein. Zudem entsteht im Hof des neuen Gebäudes eine zweistöckige Arche, die als Spielplatz genutzt werden kann. Auf ihr wohnen sechs Tiere, die die Kinder im Krankenhaus in den vielen Gängen den Weg weisen. „Jedes Tier steht für einen Untersuchungsbereich im Krankenhaus. Die Kinder werden sich so in dem großen Gebäude besser zurechtfinden“, erzählt Stefanie Schuster.
Spenden sind dringend notwendig
Die Stiftung hat bereits viele Ideen und große Ziele für das neue Gebäude am Katharinenhospital entwickelt. Um diese Ideen umsetzen zu können, hoffen die Mitarbeiter der Stiftung auf Spenden. „Kein Kind sollte länger als nötig im Krankenhaus bleiben müssen“, sagt Stefanie Schuster. „Wir wollen dafür sorgen, dass jedes Kind bald wieder nach Hause kann und ihm die Zeit im Krankenhaus nicht so lang wird.“ (JUS)
Spendenkonto der Olgäle-Stiftung für den Neubau
BW-Bank
Kontonummer: 200 773 3
Bankleitzahl: 600 501 01
Kontonummer: 200 773 3
Bankleitzahl: 600 501 01
Die Olgäle-Stiftung gestaltet das neue kinderfreundliche Olgahospital mit.
Hier ein Modell der geplanten Arche.
28.11.2009
(Ausgabe Dezember 2009)











