Acht Fakten über Ostern
(Bild: Lisa Engelstädter - Fotolia.com)

Ostern und Osterbräuche

Acht Fakten über Ostern

1. Ostern – das Fest der Auferstehung

Ostern ist im Christentum das Fest der Auferstehung Jesu Christi und für viele Christen das höchste Fest. Nach dem Neuen Testament fallen Tod und Auferstehung Jesu in die Woche des jüdischen Hauptfestes, des Passahfestes. In der italienischen (pasqua) und der französischen Bezeichnung (pâques) steckt noch der Hinweis auf das jüdische Passahfest. Der Name „Ostern“ soll germanische Wurzeln haben.

2. Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag

Am Gründonnerstag feierte Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Am Karfreitag wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht. Deswegen ist den Gläubigen verboten, an diesem Tag Fleisch zu essen. Der Karsamstag ist Tag der Grabesruhe. Im Althochdeutschen bedeutet „kara“ Wehklage. Am Ostersonntag wird die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert.

3. Das Osterdatum – Sonntag nach dem Frühjahrsvollmond

Ostern wird im westlichen Kalender immer am Sonntag nach dem Frühjahrsvollmond gefeiert. Das ist frühestens am 22. März, spätestens am 25. April. Aber hätten Sie gedacht, dass viele der Osterbräuche und -symbole, die heute populär sind, eine außerchristliche Herkunft haben? Sie wurden von den Kirchen in ihr Auferstehungsfest integriert.

4. Ostereier – Fruchtbarkeitssymbole aus vorchristlicher Zeit

Zu Ostern färben und bemalen wir traditionell Ostereier und verstecken sie. Wussten Sie, dass der Hase und das Ei Fruchtbarkeitssymbole aus vorchristlicher Zeit sind? Als Osterbräuche lassen sie sich im deutschen Sprachraum seit dem 17. Jahrhundert belegen.

5. Der Osterhase – Begleiter der altgermanischen Göttin Ostara

Unser geliebter Osterhase war vermutlich der Begleiter der altgermanischen Göttin Ostara. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat ihn die Schokoladenindustrie zum Kult gemacht. Der Osterhase bemalt, versteckt und legt die Ostereier – man geht davon aus, dass diese Tradition auf evangelische Familien des 17. Jahrhunderts zurückreicht.

6. Osterlamm – Symbol für Reinheit und Frieden

Das Lamm stellt im Alten Testament ein Opfertier dar. Aber wussten Sie, dass die Wurzeln des Osterlamms auf einem jüdischen Brauch gründen? Zum Passahfest, das zeitgleich wie unser Osterfest gefeiert wird, schlachten die Juden ein Lamm zu Gedenken an Gott. Das weiße Fell des Tiers ist ein Symbol für Reinheit. Das Lamm symbolisiert aber nicht nur Reinheit und Frieden, sondern auch das Opfer Jesu, der für die Menschheit am Kreuz gestorben ist.

7. Osterfeuer – Lichtwerden durch Jesus Auferstehung

Am Ostersamstag wird zu Beginn der Liturgie in der Osternacht das Osterfeuer angezündet. An ihm wird die Osterkerze entzündet, die dann mit einer feierlichen Prozession in die dunkle Kirche getragen wird. Dieses Feuer versinnbildlicht das Lichtwerden durch Jesus Auferstehung.

8. Osterrad – germanische und keltische Sonnenkulte

Das Osterfeuer geht wie das Osterrad auf germanische und keltische Sonnenkulte zurück. Die Kelten begrüßten damit im Frühjahr die Sonne – die Feuer sollten Fruchtbarkeit, Wachstum und Ernte sichern. Von Anhöhen rollen auch heute noch Osterräder zu Tal.

22.03.2010
(GOOD NEWS Online)
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