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Das Augsburger Geschlechterbuch ist an seinen urspünglichen Aufbewahrungsort, die Staatsgalerie Stuttgart, zurückgekehrt. (Bild: MWK/Röttgers, eigene Collage)
Bildband in der Staatsgalerie
"Augsburger Geschlechterbuch" zurück
Nach mehr als 60 Jahren ist das „Augsburger Geschlechterbuch“ wieder in die Stuttgarter Staatsgalerie zurückgekehrt. Der Band, der 43 Zeichnungen und 53 Radierungen aus dem 16. Jahrhundert enthält, wurde während des Zweiten Weltkrieges aus der Staatsgalerie nach Schloss Waldenburg ausgelagert und galt nach einem Brand als verloren.
Wege eines Kunstobjekts
2004 tauchte der Bildband bei einer Auktion in den USA wieder auf. Es gibt Hinweise darauf, dass ein US-Soldat nach dem Zweiten Weltkrieg, das Buch zusammen mit anderen Werken aus dem Schloss entwendet haben soll. Seine Familie verkaufte einiges davon nach seinem Tod an einen Kunsthändler. 2001 ersteigerte dann der Buchhändler Rod Shene auf dessen Auktion das „Augsburger Geschlechterbuch“.
Eigentumsfragen
Shene stellte Nachforschungen an. Das New York Metropolitan Museum benachrichtigte aufgrund des Stempels des „Königlichen Kupferstichkabinetts Stuttgart“ auf den Seiten die Staatsgalerie. Diese sah keinen rechtlichen Anspruch auf den Kriegsverlust, bot sich jedoch als Käufer an. So sah sich Shene als rechtmäßiger Eigentümer bestärkt.Schätzung durch Sotheby
Erst die spätere Schätzung des Buches durch das Auktionshaus Sotheby auf 600.000 Dollar erregte Interesse, so dass bald darauf ein deutscher Konsulatsbeamter den Band zurück forderte. Es folgte ein langer Rechtsstreit um die Feststellung des Eigentums zwischen dem Land Baden-Württemberg und Shene, der für das Land positiv ausging.Heimkehr nach langer Reise
Am 1. Februar 2010 stellten Kunstminister Peter Frankenberg, Innenminister Heribert Rech und Sean Rainbird, Direktor der Staatsgalerie das wertvolle Buch der Öffentlichkeit vor. Es soll nun unter dem Titel „… nur Papier, und doch die ganze Welt“ vom 17. Juli bis 2. November 2010 Teil der Jubiläumsausstellung zum 200-jährigen Bestehen der Grafischen Sammlung der Staatsgalerie sein.04.02.2010
(GOOD NEWS Online)











