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Die Neuen Vocalsolisten verstehen sich als Forscher und Entdecker: Im Zentrum ihres Interesses steht das Erforschen neuer Klänge, neuer Stimmtechniken und vokaler Artikulationsformen. (Bild: Martin Sigmund)
Kultiviert „Der Sommer in Stuttgart 2010“
Neue Musik in Szene
„Fixpunkt. Konzentration. Kreuzung“, so beschreiben die vier Veranstalter das Festival „Der Sommer in Stuttgart 2010“. Drei Tage lang erklingt vom 15. bis 17. Juli Neue Musik an drei verschiedenen Spielstätten in Stuttgart: an der Staatsoper, dem AER Club und im Theaterhaus.
Festivalursprung im Jahr 2007
2007 wurde das Festival erstmals gemeinsam von der Akademie Schloss Solitude, dem SWR, der Staatsoper und dem Veranstalter „Musik der Jahrhunderte“ durchgeführt. Seitdem findet das Festival jährlich im Juli statt.
Musiktheater-Experiment im Aer Club
Auf dem Programm stehen in diesem Jahr unter anderem die „zeitoper IX – [the art of deleting]“, deren Geschichte das Thema virtueller Träume und Identitäten aufnimmt. Zur elektronischen Musik des amerikanischen DJs und Komponisten Dennis DeSantis erzählen zwei Baritone, eine Popsängerin und Schauspieler von einem jungen Mann, der ein imaginäres Leben in der Welt der Clubs führt. Passend zu der Geschichte wird das Musiktheater-Experiment im Stuttgarter AER Club aufgeführt.Gemeinschaftswerk von 52 Komponisten
Das Highlight des Festivals bildet die Uraufführung eines Gemeinschaftswerkes von mehr als 50 Komponisten. Zum 20-jährigen Jubiläum der Akademie Schloss Solitude waren alle ehemaligen Kompositionsstipendiaten aufgerufen, ein 3-minütiges Werk zu schreiben. 52 Komponistinnen und Komponisten sind dieser Aufforderung gefolgt. Damit die Werke dennoch eine in sich geschlossene Form erhalten, wurde der „Tristan-Akkord“ als gemeinsamer Bezugspunkt gewählt. Er verbindet jeweils als Anfang- und Schlusspunkt der einzelnen Kompositionen miteinander.Uraufführung am 17. Juli 2010
Die Uraufführung der Komposition „Tristan-Akkord“ findet am 17. Juli um 17 Uhr im Theaterhaus statt. Es musizieren die „Neuen Vokalsolisten“, das „ensemble ascolta“ sowie Sven Thomas Kiebler und Elmar Schrammel. Der ehemalige Stipendiat Marcelo Cardoso Gama gibt dem Ganzen an diesem Abend seine szenische Form. (JB)Weitere Informationen:
www.musik-der-jahrhunderte.de
10.07.2010
(Ausgabe Juli 2010)










