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Elektrofahrrad statt Benzinmotor
Stuttgart sattelt um
Für gut befunden: Oberbürgermeister Wolfgang Schuster testet das Pedelec. (Bilder: Stadt Stuttgart/ Christian Hass)
Das Fahrrad ist eine stressfreie und kostengünstige Alternative zum Auto. Wer allerdings in Stuttgart einmal versucht hat, abends nach Büroschluss die Weinsteige hochzufahren oder morgens schweißgebadet in der Besprechung erschienen ist, weil schlechte Kondition und guter Anzug sich nicht so gut vertragen, der versteht, warum viele doch nicht umsatteln.
Stuttgart soll Fahrradstadt werden
Trotzdem soll Stuttgart, wie Oberbürgermeister Wolfgang Schuster letztens verkündete, zur Fahrradstadt werden: Ein Gemeinderatsbeschluss sieht vor, dass der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr auf 20 Prozent gesteigert werden soll. Bisher sind es nur etwa 6 bis 8 Prozent. Ein hochgestecktes Ziel, das mit Hilfe von Pedelecs in Angriff genommen werden soll.
Ein elektrischer Motor beschleunigt das Fahrrad
Diese „Pedal Electrical Cycles“ sind auf den ersten Blick kaum von einem normalen Fahrrad zu unterscheiden. Kaum tritt der Radler allerdings das erste Mal in die Pedale, merkt er, dass ein elektrischer Motor das Fahrrad beschleunigt. Ein ungewohntes Gefühl, das jedoch nach kurzer Zeit verschwindet, wenn man sich daran gewöhnt hat, „geschoben“ zu werden.
Eine Batterie speist den Motor
Gespeist wird der Motor von einer am Fahrrad befestigten Batterie, die an jeder Steckdose wieder aufgeladen werden kann. Immerhin bis zu 25 km/h schnell kann das Fahrrad damit werden. Genug, um problemlos die hiesigen Steigungen zu erklimmen. Durch die geringe Geschwindigkeit des Gefährts muss es weder versichert werden, noch braucht man dafür einen Führerschein.
In der Fahrradnation Holland
Erstmals in Serie produziert wurde es 1932 in Holland und wurde bis heute immer beliebter, bekannter und besser. Vor allem in der Fahrradnation Holland, aber auch in Deutschland setzt es sich immer mehr durch – jetzt auch bei uns.
Stuttgart soll Fahrradstadt werden
Trotzdem soll Stuttgart, wie Oberbürgermeister Wolfgang Schuster letztens verkündete, zur Fahrradstadt werden: Ein Gemeinderatsbeschluss sieht vor, dass der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr auf 20 Prozent gesteigert werden soll. Bisher sind es nur etwa 6 bis 8 Prozent. Ein hochgestecktes Ziel, das mit Hilfe von Pedelecs in Angriff genommen werden soll.
Ein elektrischer Motor beschleunigt das Fahrrad
Diese „Pedal Electrical Cycles“ sind auf den ersten Blick kaum von einem normalen Fahrrad zu unterscheiden. Kaum tritt der Radler allerdings das erste Mal in die Pedale, merkt er, dass ein elektrischer Motor das Fahrrad beschleunigt. Ein ungewohntes Gefühl, das jedoch nach kurzer Zeit verschwindet, wenn man sich daran gewöhnt hat, „geschoben“ zu werden.
Eine Batterie speist den Motor
Gespeist wird der Motor von einer am Fahrrad befestigten Batterie, die an jeder Steckdose wieder aufgeladen werden kann. Immerhin bis zu 25 km/h schnell kann das Fahrrad damit werden. Genug, um problemlos die hiesigen Steigungen zu erklimmen. Durch die geringe Geschwindigkeit des Gefährts muss es weder versichert werden, noch braucht man dafür einen Führerschein.
In der Fahrradnation Holland
Erstmals in Serie produziert wurde es 1932 in Holland und wurde bis heute immer beliebter, bekannter und besser. Vor allem in der Fahrradnation Holland, aber auch in Deutschland setzt es sich immer mehr durch – jetzt auch bei uns.
Vorbild für andere Städte
Unterstützt wird die Idee der „Pedelec-Stadt Stuttgart“ von dem gemeinnützigen Verein ExtraEnergy. Dieser fördert schon seit Jahren die Verbreitung von muskelelektrischen Fahrzeugen wie Pedelecs. „Außerdem wollte ich etwas für meine Heimatstadt tun“, erklärt der Gründer von ExtraEnergy, der Stuttgarter Hannes Neupert, sein Engagement. Und der Projektkoordinator der Stadt, Wolfgang Forderer, fügt hinzu: „Wir wollen für andere Städte ein Vorbild sein.“
Ideale Einsatzbedingungen von Pedelecs
Stuttgart habe durch seine Topografie ganz andere Voraussetzungen als die typischen Fahrradstädte. „Hier gibt es Höhenunterschiede von 300 Metern – alles ist sehr bergig“, so Forderer. Ideale Einsatzbedingungen also für Pedelecs. Außerdem erlebe das Fahrrad gerade durch die hohen Spritpreise und den Klimawandel einen Boom. „Das Pedelec ist die ideale Ergänzung zu Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fortbewegung zu Fuß“, so Forderer.
Betrieb günstig
Die Anschaffung eines Pedelecs ist nicht zwar gerade günstig: „Für ein richtig gutes sollte man schon so 1.800 Euro investieren“, sagt Hannes Neupert. Dafür ist der Betrieb umso billiger: Eine Akkuladung reicht 35 bis 55 Kilometer weit und das kostet gerade mal etwa 5 Cent.
Dienstliche Nutzung angestrebt
Das Pedelec-Projekt sieht verschiedene Wege vor, um das Elektrorad in der Bevölkerung zu verbreiten und in das Stadtbild zu bringen. Die Stadt möchte dienstlich genutzte Pedelecs anschaffen, erklärt Wolfgang Forderer. „Wir werden 200 bis 300 Stuttgarter Firmen einladen, sich zu beteiligen.“ Gerade auf großen Firmengeländen könnten Pedelec-Stationen aufgebaut werden, um die Mitarbeiter während der Arbeitszeit oder in der Mittagspause mobil zu halten.
Pedelecs mieten
Der zweite Teil des Konzepts, erläutert Forderer, sieht ein Geschäftsmodell ähnlich einem Handyvertrag vor: „Man schließt einen Vertrag ab, bekommt ein Pedelec gestellt und zahlt zwischen 25 und 30 Euro monatlich.“ Ein Netz von Versorgungsstationen stellt das „Tanken“, also den Austausch von Pedelec-Akkus sicher. „Außerdem sind wir mit der Deutschen Bahn im Gespräch.“ Geprüft wird, ob an den Call-a-bike-Stationen zukünftig auch Pedelecs verfügbar sein könnten.
Ganz gleich, welches Konzept letztlich realisiert werden wird – im Frühjahr 2009 will Forderer mit den Pedelecs durchstarten. (JM)
www.extraenergy.org
Eine Akkuladung reich 35 bis 55 Kilometer weit und kostet etwa 5 Cent.
Immerhin bis zu 25 km/h schnell kann ein Pedelec werden.
27.08.2008
(Ausgabe August 2008)










