Das Plätzchen Einmaleins
Spaß für die ganze Familie: gemeinsam Plätzchen backen.

Weihnachtszeit, Plätzchenzeit

Das Plätzchen Einmaleins

Advent, Advent – bereits zwei Kerzen brennen am Adventskranz und morgen zünden wir schon die dritte an. Heiligabend rückt immer näher. Die Weihnachtszeit ist die einzige Saison, in der man offiziell nach Herzenslust schlemmen und auch Kalorienbomben ohne Reue genießen darf. Aber vor dem Verzehr steht erst einmal die Zubereitung. Die Weihnachtsbäckerei ist dabei eine schöne Tradition, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Die Küche duftet herrlich nach süßen Keksen und meistens landet die Hälfte des leckeren Teigs bereits vor dem Backen im Magen. Außerdem stellen selbstgebackene „Gutsle“ immer ein nettes Mitbringsel für Freunde und Familie dar.

Großer Spaß für die Kleinen

Vor allem Kindern macht es Freude, kleine Tannenbäume oder lustige Rentiere auszustechen und anschließend mit klebrigem Zuckerguss oder bunten Streuseln zu verzieren. Dabei „O Tannenbaum“ oder andere Weihnachtslieder trällern – dann kommt auch ohne Schnee Weihnachtsstimmung auf.

Der Klassiker unter den Plätzchen

Für die klassischen Ausstecher, die sich auch perfekt für das Backen mit Kindern eignen, braucht man Folgendes: 500 g Mehl, 250 g Margarine oder Butter, 250 g Zucker, 1 Ei, 1 Päckchen Backpulver und zwei Päckchen Vanillezucker. Außerdem: Puderzucker und Zitronensaft für den Zuckerguss und bunte Zuckerperlen und -streusel, Nüsse, Rosinen, Schokoperlen und Kreativität zum Verzieren des Gebäcks, ganz nach Belieben. Außerdem verschiedene Förmchen mit weihnachtlichen Motiven zum Ausstechen. Und so geht’s: Alle Zutaten mit den Händen zusammenkneten bis ein fester Teigklumpen entsteht. Aber Vorsicht: Er darf nicht zu warm werden, sonst schmilzt das Fett und der Teig wird so weich, dass er überall kleben bleibt. Wenn alles verarbeitet ist, muss er noch für etwa eine Stunde in den Kühlschrank. Wenn der Teig kalt und fest ist, muss man ihn bloß noch mit einem Nudelholz ausrollen und mit verschiedenen Formen ausstechen. Anschließend geht es für die Kekse für circa 10 Minuten bei 180° Celsius in den Backofen. Bevor man der Fantasie mithilfe von bunten Streuseln und Zuckerguss freien Lauf lassen kann, muss das Gebäck noch einen Moment abkühlen.

Die kalorienarme Variante

Bei jedem Bissen eines Plätzchens ein schlechtes Gewissen und quälende Gedanken an die Bikinifigur? Für alle, die auch in der Weihnachtszeit auf ihre Linie achten oder sich die Kalorien für die Weihnachtsgans aufsparen und gleichzeitig nicht auf eine süße Leckerei verzichten wollen, sind Anisplätzchen genau das Richtige. Sie sind einfach in der Herstellung und quasi fettfrei. Mit gerade mal 20 Kalorien pro Stück kann man sie ohne schlechtes Gewissen genießen. Zur Herstellung dieser Leckerei braucht man Folgendes: 2 Eier, 150 g Puderzucker, 1 Teelöffel gemahlene Anissamen und 150 g Mehl. Und so geht’s: Die Eier mit dem Puderzucker cremig aufschlagen. Anschließend Anis und Mehl nach und nach hinzufügen und alles circa eine halbe Stunde rühren bis eine weißliche, zähflüssige Masse entsteht. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit einem Teelöffel oder einer Spritztülle kleine Häufchen auf das Blech setzen. Bei Raumtemperatur über Nacht trocknen lassen und am nächsten Tag bei 150° Celsius circa 10 bis 15 Minuten backen. Im Idealfall haben die Plätzchen auf einem sogenannten „Fuß“ eine schaumig-weiße Haube – und selbst wenn nicht: Schmecken werden sie allemal. Denn was gibt es schon Besseres als selbstgebackene Kekse und eine Tasse heißen Tees in der Adventszeit?

An alle Meisterbäcker

Für alle anspruchsvollen und ehrgeizigen Zuckerbäcker noch eine kleine Herausforderung: Das Glanzstück – Zimtsterne. Ein perfekter Zimtstern muss stimmig gewürzt, innen weich und mit einem strahlend-weißen aber trotzdem knusprigen Häubchen sein. Für 40 Stück solcher kleinen Meisterwerke braucht man: 400 g gemahlene Mandeln (ungeschält), 3 Eiweiß, 300 g Zucker, 1 Teelöffel Zitronensaft, 1 Teelöffel gemahlenen Zimt, 1 Prise gemahlene Nelken und 1 Prise Piment. Sternformen zum Ausstechen. Und so geht’s: Das Eiweiß so lange steif schlagen, bis man das Gefäß umdrehen kann, ohne dass der Eischnee herausfällt. Dann den Zucker langsam einrieseln lassen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Zitronensaft hinzugeben. Vier Esslöffel dieser Masse wegnehmen und für den Guss zur Seite stellen. Mandeln, Nelken und Piment in die restliche Masse unterheben. Den Teig in den Kühlschrank legen, bis er fest ist. Die Arbeitsfläche mit etwas Zucker bestreuen (damit der Teig nicht daran festklebt) und den Teig darauf auswellen. Kleine Sterne ausstechen und mit einem Messer die Eiweiß-Zucker-Masse darauf verteilen. Bei 180° Celsius circa 12 Minuten backen. Aber Vorsicht: Die Backzeit kann je nach Ofen variieren. Die Eischneehaube der Zimtsterne sollte aber hell bleiben, deswegen beim ersten Blech am besten in der Küche bleiben und die richtige Backzeit abpassen. Also auf die Plätzchen, fertig, los! GOOD NEWS wünscht viel Spaß beim Backen und Genießen. (JM)

10.12.2011
(Ausgabe 10. Dezember 2011)
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