Stuttgart-Info
Die Grill-Saison ist eröffnet
Wer rastet, der brutzelt!
Ein Viertel der Stuttgarter grillt jede Woche
Laut der Kraft-Grill-Studie 2008 heizt ein Viertel der Stuttgarter Woche für Woche mindestens einmal den Grill an. Ein Großteil tut dies im heimischen Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse, aber auch Grillbegeisterte ohne eigenes Gerät lassen ihrer Leidenschaft freien Lauf und weichen auf einen der zahlreichen öffentlichen Grillplätze in Stuttgart aus. GOOD NEWS hat einige von ihnen zusammengestellt.
Grillen vor schöner Kulisse ...
Wer Wert auf eine schöne Kulisse legt, sollte sich auf in Richtung Stammheim machen. Direkt unterhalb des Schlosses Solitude befindet sich die wetterfeste Grillstelle. Erreichbar ist sie mit dem Auto über den Schattenring in Richtung Leonberg, Ausfahrt Solitude.
... oder am Wasser
Die wohl bekanntesten und best besuchten Grillplätze der Landeshauptstadt findet man rund um den Max-Eyth-See in Stuttgart-Hofen. Hier ist die Chance auch ohne eigene Kohle oder Brennholz sein Würstchen zu brutzeln am Größten. Mit der U14, Ausstieg Max-Eyth-See, sind sie schnell und unkompliziert zu erreichen.
Zentrale Grillstellen
Zentral liegen Bopser-Hütte und Unterer Schlossgarten. Die Bopser-Hütte bietet eine Grillhütte und einen Spielplatz. Die U-Bahnen 5 und 7 fahren zur Haltestelle Bopser, wer mit dem Auto kommt, parkt am besten in der Wernhaldenstraße.
Ohne Voranmeldung
Die Grillstellen im Unteren Schlossgarten liegen direkt zwischen Kinderspielplatz und Mineralbad Berg und sind auch mühelos mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U14, U11) zu erreichen. Alle Grillstellen sind kostenlos und ohne Voranmeldung nutzbar. Grillroste sind vorhanden.
Vorsicht bei trockenem Wetter
Je nach Wetterlage ist das Feuermachen in den Waldgebieten wegen der Waldbrandgefahr allerdings untersagt und man sollte darauf achten, die Feuerstelle erst zu verlassen, wenn das Feuer gänzlich aus ist. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Stadt Stuttgart (www.stuttgart.de) zu finden.
Tipps vom Grillkönig
Einem dem man in Sachen Grill nichts vormachen kann, ist Peter Dölker, Erster Deutscher Grillkönig. Bis Mai dieses Jahres war der Schwabe im Amt und somit Repräsentant aller Grillbegeisterten in Deutschland. Der Profi hat uns einige Grill-Tipps verraten.
Pro Zentimeter Fleischdicke fünf bis zehn Minuten
Darüber wie lange Fleisch, Wurst und Kartoffel auf den Grill müssen, gibt es unter Amateur-Grillern viele Ansichten, der Profi sagt: „Die Faustregeln lauten: Pro Zentimeter Fleischdicke fünf bis sechs Minuten einplanen. Pro Zentimeter Wurstdicke acht Minuten. Heiße vorgekochte Ofenkartoffeln legt man fünf Minuten in die Glut, kalte dagegen 40 Minuten auf das Gitter.“
Der Prüftrick
Und woran erkennt man wirklich, wann das Steak fertig ist? „Da gibt es einen einfachen Trick: Man drückt die Daumenkuppe gegen die Fingerkuppen der anderen Finger. Dabei verändert sich der Widerstand des Handballens entsprechend dem Grillfleisch: Daumen – Zeigefinger bedeutet das Fleisch ist roh, Daumen – Mittelfinger bedeutet blutiger Kern und rosafarbener Rest, Daumen – Ringfinger durchgehend rosafarbenes Fleisch und Daumen – kleiner Finger, dass das Fleisch durch ist. Mit einer Gabel kann man so den Widerstand vergleichen und weiß, wann das Fleisch fertig ist“, so der Deutsche Grillkönig. Er betreibt nebenbei einen Grillservice und gibt Grillschulungen für die, die genau wissen wollen, wie das mit der richtigen Grilltemperatur funktioniert.
Rezepte des Experten
Sein Gewinnerrezept im letzten Jahr „Oberländerbratwurst im Cornflakesmantel“ verrät Peter Dölker uns nicht, dafür aber ein anderes aus seinem Fundus, der über 500 selbst kreierte Grillrezepte umfasst. „Diese fallen mir meistens ein, wenn ich bestimmte Zutaten nicht bekommen kann. Dann muss man sich anderweitig aushelfen und so entstehen meine Ideen“, wie eben auch dieses Bierhähnchenrezept:
Bierhähnchenrezept
Zutaten: 1 ganzes Hähnchen, 1 Dose Bier (0,33 l), Hähnchengewürz
Zubereitung: Das Hähnchen waschen und innen vom Fett befreien. Innen und außen gut würzen. Die Dose Bier halb leer trinken und danach das Hähnchen über die Dose stülpen. Bei mittlerer Hitze, ca. 180 Grad, auf den Grill legen und einen Deckel drüber machen. Das Ganze 50 Minuten grillen.
Falls das Wetter nicht mitspielt, kann das Ganze auch im Backofen zubereitet werden. Davon gehen die Meteorologen allerdings nicht aus. Der Sommer verspricht absolut grilltauglich zu werden. (PIR)










