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Auf die Plätze, fertig – los: Startschuss beim Dee-Firmenlauf. (Bild: WLV)
Sport mit der Firma
Entscheidend ist das Miteinander
Den ganzen Tag am Schreibtisch oder am Fließband zu sitzen, verbrennt zwar kaum Kalorien, kann aber trotzdem ganz schön schlauchen. Besonders bei Temperaturen jenseits der 25 Grad ist es da wichtig, einen Ausgleich für den bewegungsarmen Büroalltag zu finden – eine gute Gelegenheit dazu bietet der Dee-Firmenlauf am 20. Juli 2011 in Degerloch.
Gemeinschaftsgefühl mit Kollegen
Schon zum vierten Mal haben die Firmen, Ämter und Clubs der Landeshauptstadt die Gelegenheit, bei einem lockeren Sechs-Kilometer-Lauf anzutreten – miteinander statt gegeneinander. Denn anders als bei den „normalen“ Volksläufen kommt es hier weniger auf die schnellste Zeit an, sondern vielmehr auf das gemeinsame Erlebnis. So sieht es auch Alexander Hübner vom Württembergischen Leichtathletikverband, einer der Organisatoren der Veranstaltung. „Entscheidend für uns ist das Miteinander, das Gemeinschaftsfeeling mit den Kollegen – und natürlich gibt es auch Gelegenheit, nach dem Lauf gemeinsam ein Bierchen zu genießen.“
Arztpraxen und Weltkonzerne
Das Prinzip des entspannten Laufens mit den Bürokollegen kommt gut an bei den Stuttgarter Unternehmen und Betrieben, die scharenweise ihre Mannschaften anmelden. „Es geht los bei den kleinen Unternehmen, etwa Anwaltskanzleien oder Arztpraxen, und führt hoch bis zu Weltkonzernen wie Bosch“, sagt Hübner. Das Unternehmen aus Gerlingen, das gerade sein 125-jähriges Bestehen feiert, stellt dementsprechend auch die größte Gruppe der Teilnehmer, dieses Jahr fast 700 Läufer. Für Bosch spielen die sportlichen Aktivitäten der Mitarbeiter eine große Rolle (siehe Interview mit Harald Mack). Da ist es nur folgerichtig, dass sogar ein Teil der Geschäftsführung mit gutem Beispiel vorangeht – in diesem Fall sogar voranläuft.
Weltweit auf dem Vormarsch
Überhaupt gehört es seit einigen Jahren für Unternehmen zum guten Ton, sich aktiv für die Gesundheit ihrer Belegschaft einzusetzen. Dabei spielt Sport eine große Rolle, denn er hält fi t und stärkt nebenbei auch noch den Mannschaftsgeist. Firmenläufe sind die ideale Gelegenheit, das auch nach außen zu zeigen. Die Voraussetzungen sind dabei weltweit ähnlich: keine allzu langen Strecken, keine Konkurrenz, dafür aber viel Spaß. Kein Wunder, dass in New York regelmäßig bis zu 30.000 Menschen mitmachen. In Frankfurt waren es 2008 sogar mehr als 70.000.
Weltweit auf dem Vormarsch
Überhaupt gehört es seit einigen Jahren für Unternehmen zum guten Ton, sich aktiv für die Gesundheit ihrer Belegschaft einzusetzen. Dabei spielt Sport eine große Rolle, denn er hält fi t und stärkt nebenbei auch noch den Mannschaftsgeist. Firmenläufe sind die ideale Gelegenheit, das auch nach außen zu zeigen. Die Voraussetzungen sind dabei weltweit ähnlich: keine allzu langen Strecken, keine Konkurrenz, dafür aber viel Spaß. Kein Wunder, dass in New York regelmäßig bis zu 30.000 Menschen mitmachen. In Frankfurt waren es 2008 sogar mehr als 70.000.
Stuttgart kam erst spät
Da ist es eigentlich verwunderlich, dass ausgerechnet die Sportstadt Stuttgart so lange gebraucht hat, um eine Veranstaltung wie den Dee-Firmenlauf auf die Beine zu stellen. Den Startschuss gab das Weltfinale der Leichtathletik in den Jahren 2006 bis 2008. Während dieser Spitzenveranstaltung der internationalen Sportwelt entstand eine Kooperation, die das Phänomen Firmenlauf auch in die schwäbische Hauptstadt bringen wollte. Alexander Hübner erinnert sich: „Der Lauf sollte für Firmen konzipiert sein und direkt zum Austragungsort führen, vom Schlossplatz durch den Schlossgarten bis hinein ins Stadion.“ Der Probelauf wurde zum vollen Erfolg. „Wir haben uns danach entschlossen, das Projekt nach dem Ende des Weltfinales fortzuführen, neuerdings auf der Waldau.“ Seitdem freut sich der Dee-Firmenlauf jedes Jahr über ein größeres Teilnehmerfeld. Diesmal erhoffen sich die Veranstalter zwischen 6.000 und 7.000 Läufer. Eine stolze Bilanz nach vier Jahren; doch noch nicht genug, wenn es nach Joachim Dürr geht. Der Geschäftsführer des Hauptsponsors und Namensgeber Dee Sportswear hofft auf weiteres Wachstum: „Für Stuttgart sind das eigentlich zu wenig Teilnehmer, gerade im Verhältnis zu Frankfurt. 10.000 sind erst einmal das Ziel.“ Auch für Dürr, der selbst seit über 25 Jahren läuft, ist Sport „ungeheuer wichtig“ für ein gesundes Betriebsklima: „Ich glaube, dass solche Aktionen auch die Arbeitsmoral fördern.“ Getreu diesem Motto wird auch der Sportartikelhersteller aus Böhmenkirch mit einer Mannschaft am Start sein.Auch für Sportmuffel geeignet
Für diese, wie auch für die tausenden anderen Sportler, geht es an besagtem Mittwoch gegen 14 Uhr los, wenn zu Füßen des Fernsehturms die Startunterlagen verteilt werden. Ersatzkleidung und Sporttaschen können im nahe gelegenen Gazi-Stadion abgelegt werden, indem auch Umkleidekabinen und Duschen zur Verfügung stehen. Der eigentliche Lauf ist mit einer Länge von knapp sechs Kilometern selbst für Sportmuffel geeignet, wie Alexander Hübner versichert: „Die Runde ist recht gemütlich und liegt auf einer sehr schönen Strecke mit vielen Waldwegen.“ Der Startschuss fällt um 18.30 Uhr, abends dann folgt bei Live-Musik die gemeinsame Siegerehrung. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter mitspielt und den Läufern nicht einen Stich durch die Rechnung macht. Doch selbst wenn: Ein gemeinsamer Lauf im strömenden Regen schweißt immer noch mehr zusammen als ein normaler Tag im Büro.
Wie auch in den vergangenen Jahren sind die Mitarbeiter von Bosch besonders zahlreich beim Dee-Firmenlauf vertreten. GOOD NEWS sprach mit Harald Mack, dem Verantwortlichen für Gesundheitsförderung der Bosch BKK, über die Bedeutung von Betriebssport und die Teilnahme am Firmenlauf.
GOOD NEWS: Herr Mack, wie wichtig ist Sport in einem Unternehmen?
Harald Mack: Sport ist immens wichtig für das Unternehmen. Denn gesunde und fitte Mitarbeiter leisten auch gute Arbeit. Der Betrieb zeigt dadurch: Wir kümmern uns um unsere Leute, bei uns können sie sich wohl fühlen. Das dient auch der Mitarbeiterbindung. Ein gutes Gehalt alleine reicht heute vielen Fach- und Führungskräften nicht mehr, um sich für eine Arbeitsstelle zu entscheiden. Ihnen ist ebenfalls wichtig, was sie sonst noch geboten bekommen.
Wie auch in den vergangenen Jahren sind die Mitarbeiter von Bosch besonders zahlreich beim Dee-Firmenlauf vertreten. GOOD NEWS sprach mit Harald Mack, dem Verantwortlichen für Gesundheitsförderung der Bosch BKK, über die Bedeutung von Betriebssport und die Teilnahme am Firmenlauf.
GOOD NEWS: Herr Mack, wie wichtig ist Sport in einem Unternehmen?
Harald Mack: Sport ist immens wichtig für das Unternehmen. Denn gesunde und fitte Mitarbeiter leisten auch gute Arbeit. Der Betrieb zeigt dadurch: Wir kümmern uns um unsere Leute, bei uns können sie sich wohl fühlen. Das dient auch der Mitarbeiterbindung. Ein gutes Gehalt alleine reicht heute vielen Fach- und Führungskräften nicht mehr, um sich für eine Arbeitsstelle zu entscheiden. Ihnen ist ebenfalls wichtig, was sie sonst noch geboten bekommen.
GOOD NEWS: Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Dee-Firmenlauf?
Harald Mack: Vorher gab es im Stuttgarter Raum praktisch nur reine Volksläufe, wie den Stuttgarter Zeitungslauf. Etwas, das speziell für Firmen ausgelegt war, gab es nicht. Beim Stuttgarter Zeitungslauf steht mehr der Leistungsgedanke im Vordergrund, viele wollen eine Bestzeit erreichen. Das ist beim Firmenlauf weniger der Fall, es ist mehr ein Spaß- und Eventlauf. Am wichtigsten ist das Miteinander als Mannschaft. Dazu gehört auch, dass man am Ende zusammen sitzt und miteinander reden kann. Die Platzierung unserer Läufer ist uns da nicht so wichtig. (KFF)
15.07.2011
(Ausgabe 16. Juli 2011)










