Stuttgart-Info
Die Stuttgarter Kickers
Jung und blau
Baggern statt Kicken
Doch dieses Mal stehen die Fußballer nicht auf dem Rasen, sondern im Sand und nicht Dribbeltechnik ist gefragt, sondern Fingerspitzengefühl. Denn die Stuttgarter Kickers befinden sich nicht auf dem Fußballplatz – sie üben sich in Beachvolleyball. Abwechslung im Trainingsalltag ist angesagt. Auf dem Programm stehen Hochseilgarten, Beachvolleyball oder Fußballtennis. Es geht darum, als Team zu denken und zusammenzuwachsen.
Neue Gesichter
Die Saison 2009/2010 hat erst vor wenigen Wochen begonnen und bei den Stuttgarter Kickers gibt es seit der Sommerpause einige Neuerungen: Mit Dirk Schuster ist ein neuer Trainer gekommen, es gibt einen neuen Geschäftsführer, Jens Zimmermann, und auch die Mannschaftsstruktur hat sich deutlich verändert. Denn in die erste Mannschaft der Kickers sind viele Nachwuchsspieler aufgerückt.
Die Jugend erfrischt
Nach dem Abstieg aus der dritten Liga hat die Mannschaft einen Generationenwechsel vollzogen. Das junge Team bringt Spielfreude und Lockerheit mit. Der Saisonstart ist äußerst zufriedenstellend verlaufen – zu Hause sind die Blauen noch ungeschlagen.
Im Durchschnitt jünger als 22 Jahre
Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann ist stolz auf seine junge Mannschaft: „Der Altersdurchschnitt liegt bei 21,9 Jahren. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon mal so ein junges Team hatten.“ Marcel Ivanusa ist einer von neun Spielern, die Anfang dieser Saison den Wechsel aus der eigenen U 23-Mannschaft in die erste Mannschaft geschafft haben. „Gerade läuft’s sehr gut für uns“, schwärmt der Mittelfeldspieler, „die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend.“
Seit 1990 bei den Kickers
Seit 13 Jahren spielt der 24-Jährige bereits für die Stuttgarter Kickers. Das ist auch ein Merkmal der aktuellen Mannschaft der Kickers: Einige der Spieler halten ihrem Verein schon seit frühester Kindheit die Treue. Moritz Steinle etwa, der 1990 zu den Stuttgarter Kickers kam.
Training während die Eltern joggen
„Als ich als 7-Jähriger einen Fußballverein gesucht habe, haben meine Eltern die Entscheidung getroffen“, berichtet Moritz Steinle. „Die Wahl fiel auf die Kickers und nicht auf den VfB, da meine Eltern auf der Waldau joggen gehen konnten, während ich hier trainiert habe.“ Seit 19 Jahren spielt Steinle mittlerweile für die Blauen.
Mit den Beinen auf dem Boden
Mit seinen 26 Jahren zählt er zu den festen Größen der Mannschaft: „Nachdem nun viele junge Spieler in die Mannschaft aufgerückt sind, sehe ich es auch als meine Aufgabe, dafür zu sogen, dass alle mit den Beinen fest auf dem Boden bleiben.“
Jeder denkt an jeden
Steinle spürt die positive Atmosphäre, die momentan in der Mannschaft herrscht – und sieht darin auch einen Verdienst von Trainer Dirk Schuster. „Der Trainer passt einfach super zur Mannschaft.“ Marcel Ivanusa ist derselben Meinung: „Der Trainer sorgt dafür, dass jeder an den anderen denkt. Wenn das mal nicht der Fall ist, geht er sofort dazwischen.“
Die Mannschaft soll sich stabilisieren
Bleibt noch die Frage, was man von der jungen Mannschaft in dieser Saison erwarten kann. „Das Schöne ist, dass keine große Erwartungshaltung aus dem Umfeld da ist“, sagt Moritz Steinle, „so können wir befreit aufspielen.“ Geschäftsführer Jens Zimmermann fügt hinzu: „Unser Ziel ist jetzt erstmal, dass wir uns in der Regionalliga etablieren und sich die Mannschaft stabilisiert. Und dann sehen wir weiter.“ (VP)
Weitere Informationen: www.stuttgarter-kickers.de











