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YogaExpo zum ersten Mal in Stuttgart
Stuttgart kommt zur Ruhe
Augen zu und entspannen. Beim Yoga gibt es viele Wege, zur Ruhe zu kommen.
Yoga hat viele Facetten und genau das ist es, was die verschiedenen Übungen ausmacht. Es gibt so viele unterschiedliche Stile und Abwandlungen, dass praktisch für jeden Geschmack etwas dabei ist. Nicht umsonst vertreten eingefleischte Yogis die Prämisse: Yoga kann jeder. Yoga ist längst auch in Deutschland angekommen, auch in Stuttgart wird die indische Lehre in den letzten Jahren immer beliebter. Aber anstatt überall das Gleiche anzubieten, profitiert auch der Kessel von der Vielfalt des Yoga. Jedes Studio scheint sein Motto unter einen anderen Stern zu stellen und bereichert die Szene damit um eine weitere Seite der indischen Tradition. Auch das mag ein Grund gewesen sein, weshalb die Messe Stuttgart sich 2012 entschied, ihre Lifestyle-Messen mit der YogaExpo zu erweitern.
YogaExpo erstmals in Stuttgart
Im Jahr 2009 brachten die Veranstalter der YogaExpo Denis Levinskyy und Carsten Ehrhardt erstmals die Yogis in Zürich zusammen. Seitdem hat die Messe München, Köln und Berlin bereist. 2012 kommt sie das erste Mal nach Stuttgart und informiert Besucher rund um Yoga, Ayurveda und alternative Heilmethoden.
Mitmachen und Einblicken
Wer sich für eine nachhaltige Lebensweise, für Ernährung und Naturmode interessiert, kommt auf der Messe ebenfalls auf seine Kosten. Aber die Yoga- Messe wäre nicht komplett, bekämen die Besucher hier nicht auch einen ganz praktischen Einblick in die Vielseitigkeit des Yoga. Das bunte Programm lädt zum eifrigen Mitmachen ein: Sowohl Neu- als auch Alt-Yogi können neue Seiten der indischen Lehre entdecken.
Vielfältige Methoden
Michaela Hofer ist eine der Lehrerinnen, die Besuchern am Wochenende vom 12. bis 15. April 2012 Yoga näher bringt. Sie praktiziert und unterrichtet Jivamukti- Yoga. „Das ist ein sehr fließender, dynamischer Stil“, erklärt sie. Anfang der 1980er Jahre entwickelten David Life und Sharon Gannon die Methode in New York. „Sie haben die indischen Lehren etwas modernisiert, verwestlicht sozusagen.“ Damit sei es etwas freier gestaltet als zum Beispiel das traditionelle Ashtanga-Yoga, in dem die Yogis täglich die gleichen Sequenzen üben.
Ausbrechen aus dem hektischen Alltag
„Jeder hat seinen eigenen Grund, Yoga zu üben“, sagt Hofer. „Dennoch glaube ich, dass der Trend auch viel mit dem immer hektischeren Alltag zu tun hat.“ Yoga bringe die Menschen wieder zu sich selbst zurück, der Blick richte sich wieder nach innen. „Im Yoga ist man ganz bei sich, man ist einfach da“, sagt sie. „Als würde man auf Leerlauf schalten“, lacht Hofer. Auf der Messe bietet sie Schnupperkurse für Jivamukti-Yoga. „Ich mache eine kleine Einführung, erläutere in 45 Minuten zum Beispiel die fünf Säulen des Jivamukti-Yoga“, erklärt sie. Natürlich wird auch geübt, geatmet, gesungen und geschwitzt.
Iyengar-Yoga: regeneratives Üben
Etwas weniger schweißtreibend geht es bei Anika Gehlert zu. Sie unterrichtet Yoga in der Tradition nach B.K.S. Iyengar, eine kraftvolle Form, die Stärke und Konzentration fördert. „Es ist eher ein ruhiger Stil. Wir bauen die Positionen präzise auf und halten sie in der Regel lange.“ Zum Iyengar-Yoga gehört regeneratives Üben. Oft wird im vierwöchigen Rhythmus mit wechselndem Schwerpunkt auf Standhaltungen, Vorwärts oder Rückwärtsstreckungen oder eben Regeneration trainiert.
Hilfsmittel sind erlaubt
„In anderen Yogastilen erreicht man Entspannung ein Stück weit durch Erschöpfung. Im Iyengar-Yoga nutzen wir die Konzentration und die Stille des Körpers, um den Geist zur Ruhe zu bringen“, erklärt Gehlert. Sie unterstützt einige Übungen mit Hilfsmitteln, „das ermöglicht den Schülern, von Anfang an einen regenerativen Status zu erreichen, auch wenn sie die klassische Endposition der Haltung noch nicht üben können.“
Schnupperkurse auf der Messe
Auch für ihren Workshop auf der YogaExpo nimmt sie eine Polsterrolle oder ein dickes Kissen als Hilfsmittel. „Ich mache einen Schnupperkurs, wir üben das Zur-Ruhe-Kommen in passiven Haltungen und benutzen die Polsterrolle, mit deren Hilfe man zum Beispiel bei liegenden Haltungen die Schultern loslassen kann, sodass sich der Brustkorb öffnet.“ Dass die indische Lehre immer mehr in Stuttgart ankommt sieht Gehlert positiv.
Yoga in jeder Lebenslage
„Die vielen verschiedenen Traditionen haben alle ihre Berechtigung“, sagt sie. „Man kann Yoga auf viele Arten üben, es bietet sehr viele Facetten für Körper und Geist.“ Zu jedem Schüler passe etwas anderes. „Je nach den eigenen Bedürfnissen, nach der eigenen Lebenslage, kann man sich durch die Yoga-Philosophie und dynamische oder regenerative Körperarbeit stärken“, erklärt Gehlert.
Intensives Training beim Vinyasa-Yoga
Wer sich in der dynamischen Phase befindet oder einen dynamischen Stil sucht, der sollte neben Jivamukti-Yoga bei Michaela Hofer auch Vinyasa-Yoga bei Heike Becker ausprobieren. „Vinyasa-Yoga ist ein ganz freier, fließender Stil. Es gibt keine feste Reihenfolge, jede Stunde ist anders.“ Beim Vinyasa entsteht durch die Synchronisation von Atmung und Bewegung ein ganzheitliches und intensives Körpertraining.
Zeit für Yoga in Stuttgart
Für Becker ist der Yoga-Boom kein einfacher Trend. „Yoga wird nicht wieder verschwinden, dafür ist es zu ganzheitlich“, erklärt sie. „In vielen anderen Städten gibt es bereits ein buntes Angebot an Yogastudios. Es war Zeit, dass Stuttgart hier endlich nachzieht“, sagt sie. Die neuen Studios seien jetzt moderner, professioneller, größer. „Jeder macht etwas anderes, manche bieten Hatha-Yoga an, andere nur Ashtanga- Yoga“, so Becker.
Indische Lehre begeistert Deutschland
Zwei Workshops macht sie auf der YogaExpo und freut sich auf die Messe. „Es ist ein großes Yoga- Forum, es wird viel informiert und beraten“, sagt sie. Laut Untersuchungen des Bundesverbandes der Yogalehrer stellen sich mittlerweile fünf Millionen Yogis regelmäßig auf die Matte. Das muss Gründe haben. Es muss etwas dran sein an der indischen Lehre, die so viele Menschen in Deutschland und weltweit begeistert. Wer sich dem Trend anschließen oder einfach etwas mehr erfahren möchte, sollte vielleicht einfach eine Runde über die YogaExpo drehen und an einem der zahlreichen Schnupperkurse teilnehmen. (GW)
YogaExpo erstmals in Stuttgart
Im Jahr 2009 brachten die Veranstalter der YogaExpo Denis Levinskyy und Carsten Ehrhardt erstmals die Yogis in Zürich zusammen. Seitdem hat die Messe München, Köln und Berlin bereist. 2012 kommt sie das erste Mal nach Stuttgart und informiert Besucher rund um Yoga, Ayurveda und alternative Heilmethoden.
Mitmachen und Einblicken
Wer sich für eine nachhaltige Lebensweise, für Ernährung und Naturmode interessiert, kommt auf der Messe ebenfalls auf seine Kosten. Aber die Yoga- Messe wäre nicht komplett, bekämen die Besucher hier nicht auch einen ganz praktischen Einblick in die Vielseitigkeit des Yoga. Das bunte Programm lädt zum eifrigen Mitmachen ein: Sowohl Neu- als auch Alt-Yogi können neue Seiten der indischen Lehre entdecken.
Vielfältige Methoden
Michaela Hofer ist eine der Lehrerinnen, die Besuchern am Wochenende vom 12. bis 15. April 2012 Yoga näher bringt. Sie praktiziert und unterrichtet Jivamukti- Yoga. „Das ist ein sehr fließender, dynamischer Stil“, erklärt sie. Anfang der 1980er Jahre entwickelten David Life und Sharon Gannon die Methode in New York. „Sie haben die indischen Lehren etwas modernisiert, verwestlicht sozusagen.“ Damit sei es etwas freier gestaltet als zum Beispiel das traditionelle Ashtanga-Yoga, in dem die Yogis täglich die gleichen Sequenzen üben.
Ausbrechen aus dem hektischen Alltag
„Jeder hat seinen eigenen Grund, Yoga zu üben“, sagt Hofer. „Dennoch glaube ich, dass der Trend auch viel mit dem immer hektischeren Alltag zu tun hat.“ Yoga bringe die Menschen wieder zu sich selbst zurück, der Blick richte sich wieder nach innen. „Im Yoga ist man ganz bei sich, man ist einfach da“, sagt sie. „Als würde man auf Leerlauf schalten“, lacht Hofer. Auf der Messe bietet sie Schnupperkurse für Jivamukti-Yoga. „Ich mache eine kleine Einführung, erläutere in 45 Minuten zum Beispiel die fünf Säulen des Jivamukti-Yoga“, erklärt sie. Natürlich wird auch geübt, geatmet, gesungen und geschwitzt.
Iyengar-Yoga: regeneratives Üben
Etwas weniger schweißtreibend geht es bei Anika Gehlert zu. Sie unterrichtet Yoga in der Tradition nach B.K.S. Iyengar, eine kraftvolle Form, die Stärke und Konzentration fördert. „Es ist eher ein ruhiger Stil. Wir bauen die Positionen präzise auf und halten sie in der Regel lange.“ Zum Iyengar-Yoga gehört regeneratives Üben. Oft wird im vierwöchigen Rhythmus mit wechselndem Schwerpunkt auf Standhaltungen, Vorwärts oder Rückwärtsstreckungen oder eben Regeneration trainiert.
Hilfsmittel sind erlaubt
„In anderen Yogastilen erreicht man Entspannung ein Stück weit durch Erschöpfung. Im Iyengar-Yoga nutzen wir die Konzentration und die Stille des Körpers, um den Geist zur Ruhe zu bringen“, erklärt Gehlert. Sie unterstützt einige Übungen mit Hilfsmitteln, „das ermöglicht den Schülern, von Anfang an einen regenerativen Status zu erreichen, auch wenn sie die klassische Endposition der Haltung noch nicht üben können.“
Schnupperkurse auf der Messe
Auch für ihren Workshop auf der YogaExpo nimmt sie eine Polsterrolle oder ein dickes Kissen als Hilfsmittel. „Ich mache einen Schnupperkurs, wir üben das Zur-Ruhe-Kommen in passiven Haltungen und benutzen die Polsterrolle, mit deren Hilfe man zum Beispiel bei liegenden Haltungen die Schultern loslassen kann, sodass sich der Brustkorb öffnet.“ Dass die indische Lehre immer mehr in Stuttgart ankommt sieht Gehlert positiv.
Yoga in jeder Lebenslage
„Die vielen verschiedenen Traditionen haben alle ihre Berechtigung“, sagt sie. „Man kann Yoga auf viele Arten üben, es bietet sehr viele Facetten für Körper und Geist.“ Zu jedem Schüler passe etwas anderes. „Je nach den eigenen Bedürfnissen, nach der eigenen Lebenslage, kann man sich durch die Yoga-Philosophie und dynamische oder regenerative Körperarbeit stärken“, erklärt Gehlert.
Intensives Training beim Vinyasa-Yoga
Wer sich in der dynamischen Phase befindet oder einen dynamischen Stil sucht, der sollte neben Jivamukti-Yoga bei Michaela Hofer auch Vinyasa-Yoga bei Heike Becker ausprobieren. „Vinyasa-Yoga ist ein ganz freier, fließender Stil. Es gibt keine feste Reihenfolge, jede Stunde ist anders.“ Beim Vinyasa entsteht durch die Synchronisation von Atmung und Bewegung ein ganzheitliches und intensives Körpertraining.
Zeit für Yoga in Stuttgart
Für Becker ist der Yoga-Boom kein einfacher Trend. „Yoga wird nicht wieder verschwinden, dafür ist es zu ganzheitlich“, erklärt sie. „In vielen anderen Städten gibt es bereits ein buntes Angebot an Yogastudios. Es war Zeit, dass Stuttgart hier endlich nachzieht“, sagt sie. Die neuen Studios seien jetzt moderner, professioneller, größer. „Jeder macht etwas anderes, manche bieten Hatha-Yoga an, andere nur Ashtanga- Yoga“, so Becker.
Indische Lehre begeistert Deutschland
Zwei Workshops macht sie auf der YogaExpo und freut sich auf die Messe. „Es ist ein großes Yoga- Forum, es wird viel informiert und beraten“, sagt sie. Laut Untersuchungen des Bundesverbandes der Yogalehrer stellen sich mittlerweile fünf Millionen Yogis regelmäßig auf die Matte. Das muss Gründe haben. Es muss etwas dran sein an der indischen Lehre, die so viele Menschen in Deutschland und weltweit begeistert. Wer sich dem Trend anschließen oder einfach etwas mehr erfahren möchte, sollte vielleicht einfach eine Runde über die YogaExpo drehen und an einem der zahlreichen Schnupperkurse teilnehmen. (GW)
Bei den Workshops kann man testen, welcher Yogastil zu einem passt.
14.04.2012
(Ausgabe 14.April 2012)










