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Eiskunstlaufen auf der Waldau
Talente auf dem Eis
Daniele Caprano und Marielle Schuster stehen sechs Tage die Woche gemeinsam auf dem Eis.
Eislaufen als Mittel der Fortbewegung wurde schon vor vielen Jahrhunderten erfunden. Die ersten „Schlittschuhe“ waren wahrscheinlich mit Knochen unterlegte Schuhe, die ersten „Eisläufer“ vermutlich die Wikinger.
Olympische Disziplin
Doch wie wurde das Eislaufen eigentlich zu einer Sportart und sogar zur olympischen Disziplin? Die Veränderung der Kufenform im 18. Jahrhundert führte dazu, dass erstmals Drehungen und komplizierte Elemente ausgeführt werden konnten. Schon Ende des 19. Jahrhunderts war Eislaufen in England ein beliebter Modesport und verbreitete sich schon bald in ganz Europa und den USA. Seit 1908 ist Eiskunstlauf eine Disziplin der olympischen Winterspiele.
Die ersten Schritte
Im Eissportzentrum auf der Waldau fährt man natürlich nicht auf Knochen. Hier flitzen kleine und große Eisprinzessinnen und -prinzen auf Schlittschuhen übers Eis. Die 16-jährige Marielle Schuster, die Eiskunstlaufen als Leistungssport betreibt, machte hier ihre ersten Schritte auf dem Eis bei ihrem Trainer Daniele Caprano. Das ist aber nicht die Regel: „Es ist schön und auch die beste Voraussetzung, wenn ein Trainer seinen Schützling von den ersten Schritten an bis zur Meisterklasse begleiten kann – dann sieht man auch die Früchte seiner Arbeit“, so Caprano.
Früh übt sich...
Für die damals fünfjährige Marielle wurde es auch gleich richtig ernst. Sie begann schon früh mit den Einzellektionen außerhalb der Vereinszeitenund wusste von Anfang an, dass sie Eiskunstlauf als Leistungssport ausüben möchte: „Ich liebe es, auf dem Eis zu stehen. Besonders die ständige Herausforderung etwas Neues zu erlernen, begeistert mich.“
Die Stuttgarter Eisbahn
In Stuttgart wird Eiskunstlaufen seit den 50er-Jahren betrieben und konnte in dieser Zeit nur gelegentlich auf Spritzeisbahnen ausgeübt werden. Der TEC Waldau baute 1960 die erste Stuttgarter Kunsteisbahn und schaffte somit bessere Bedingungen für das Eislauftraining.
Das Leistungszentrum
Kurze Zeit später, 1967/68, wurde die Bahn II des heutigen Eisstadions gebaut. Seit 1983 ist das Eissportzentrum ein Leistungszentrum für Eiskunstlauf und Landesstützpunkt. Es gingen eine Reihe guter Eiskunstläufer aus dem Stuttgarter Eispalast hervor, wie zum Beispiel das Paarlauf-Paar Sonja Adalbert und Daniele Caprano.
Der Nachwuchsbereich
Beide arbeiten heute auf der Waldau als Trainer. Derzeit trainieren 20 Leistungssportler im Stützpunkt. Auf die sechs Eisprinzen im Nachwuchsbereich ist man richtig stolz. „Jungs wollen eher dem Puck hinterherlaufen“, so Brigitte Föll, Fachsparten-Leiterin des Eissportverbandes Baden-Württemberg.
Wichtig in diesem Sport ist, dass man sich bereits zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr entscheidet, ob Eiskunstlaufen ein Hobby bleiben oder zur Passion werden soll.
Wichtige Erfahrungen
Trainer Caprano betont: „Egal ob man sich entscheidet Leistungssportler zu werden oder nicht, der Sport ist für jeden eine geeignete Sportart. Jeder kann Eiskunstlauf erlernen und dabei wichtige Erfahrungen für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit sammeln.“
Verschiedene Disziplinen
In der Regel fangen Sportler mit der Disziplin Einzellauf an, um die Grundelemente zu erlernen. Schon relativ früh wird sichtbar, welche Talente oder Grenzen ein Sportler aufweist. Dann entscheiden Trainer und Sportler gemeinsam, in welche Sparte des Eislaufens der Läufer gehört. In Stuttgart werden vor allem Einzellauf und Paarlauf gefördert.
Der optimale Trainingstag
Man glaubt es kaum, aber die leichten, schwebenden Bewegungen und atemberaubenden Schrittpassagen – das „übers Eis fliegen“, wie es Marielle beschreibt, ist hartes Training, sowohl auf dem Eis als auch neben der Bande. „Zu einem optimalen Trainingstag gehören zwei Stunden Eistraining, Athletik und Ballett“, erklärt Caprano.
„Alles eine Frage der Organisation“
Bleibt denn da noch Zeit für Schule und Freizeit? „Das ist alles eine Frage der Organisation“, so Marielle, die neben dem Training auch noch
Zeit für Einradfahren, Freunde und Schule hat.
Ein Ziel vor Augen
Ein Ziel hat die 16-jährige Läuferin des tus-Stuttgarts genau vor Augen: Sie möchte auf Bundesebene in die Meisterklasse aufsteigen, die höchste Stufe, die man im Eiskunstlaufen erreichen kann. Auf Landesebene ist sie da schon angekommen.
Kufenkünstler hautnah erleben
Wer den Kufenkünstlern einmal beim Training zuschauen will, der kommt einfach in das Eissportzentrum Waldau. Wettbewerbe, wie zum Beispiel der Heiko-Fischer Pokal im Januar, sind einen Ausflug wert. Und wenn Sie selbst einmal Ihr Talent im Eislaufen testen wollen, sollten Sie zum Training einer der drei Stuttgarter Vereine kommen.
Beide, sowohl Trainer Caprano als auch Schützling Marielle Schuster sind sich einig: „Wenn man einmal mit dem Eislaufvirus infiziert ist, dann gibt es kein Zurück mehr.“ (JB)
Olympische Disziplin
Doch wie wurde das Eislaufen eigentlich zu einer Sportart und sogar zur olympischen Disziplin? Die Veränderung der Kufenform im 18. Jahrhundert führte dazu, dass erstmals Drehungen und komplizierte Elemente ausgeführt werden konnten. Schon Ende des 19. Jahrhunderts war Eislaufen in England ein beliebter Modesport und verbreitete sich schon bald in ganz Europa und den USA. Seit 1908 ist Eiskunstlauf eine Disziplin der olympischen Winterspiele.
Die ersten Schritte
Im Eissportzentrum auf der Waldau fährt man natürlich nicht auf Knochen. Hier flitzen kleine und große Eisprinzessinnen und -prinzen auf Schlittschuhen übers Eis. Die 16-jährige Marielle Schuster, die Eiskunstlaufen als Leistungssport betreibt, machte hier ihre ersten Schritte auf dem Eis bei ihrem Trainer Daniele Caprano. Das ist aber nicht die Regel: „Es ist schön und auch die beste Voraussetzung, wenn ein Trainer seinen Schützling von den ersten Schritten an bis zur Meisterklasse begleiten kann – dann sieht man auch die Früchte seiner Arbeit“, so Caprano.
Früh übt sich...
Für die damals fünfjährige Marielle wurde es auch gleich richtig ernst. Sie begann schon früh mit den Einzellektionen außerhalb der Vereinszeitenund wusste von Anfang an, dass sie Eiskunstlauf als Leistungssport ausüben möchte: „Ich liebe es, auf dem Eis zu stehen. Besonders die ständige Herausforderung etwas Neues zu erlernen, begeistert mich.“
Die Stuttgarter Eisbahn
In Stuttgart wird Eiskunstlaufen seit den 50er-Jahren betrieben und konnte in dieser Zeit nur gelegentlich auf Spritzeisbahnen ausgeübt werden. Der TEC Waldau baute 1960 die erste Stuttgarter Kunsteisbahn und schaffte somit bessere Bedingungen für das Eislauftraining.
Das Leistungszentrum
Kurze Zeit später, 1967/68, wurde die Bahn II des heutigen Eisstadions gebaut. Seit 1983 ist das Eissportzentrum ein Leistungszentrum für Eiskunstlauf und Landesstützpunkt. Es gingen eine Reihe guter Eiskunstläufer aus dem Stuttgarter Eispalast hervor, wie zum Beispiel das Paarlauf-Paar Sonja Adalbert und Daniele Caprano.
Der Nachwuchsbereich
Beide arbeiten heute auf der Waldau als Trainer. Derzeit trainieren 20 Leistungssportler im Stützpunkt. Auf die sechs Eisprinzen im Nachwuchsbereich ist man richtig stolz. „Jungs wollen eher dem Puck hinterherlaufen“, so Brigitte Föll, Fachsparten-Leiterin des Eissportverbandes Baden-Württemberg.
Wichtig in diesem Sport ist, dass man sich bereits zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr entscheidet, ob Eiskunstlaufen ein Hobby bleiben oder zur Passion werden soll.
Wichtige Erfahrungen
Trainer Caprano betont: „Egal ob man sich entscheidet Leistungssportler zu werden oder nicht, der Sport ist für jeden eine geeignete Sportart. Jeder kann Eiskunstlauf erlernen und dabei wichtige Erfahrungen für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit sammeln.“
Verschiedene Disziplinen
In der Regel fangen Sportler mit der Disziplin Einzellauf an, um die Grundelemente zu erlernen. Schon relativ früh wird sichtbar, welche Talente oder Grenzen ein Sportler aufweist. Dann entscheiden Trainer und Sportler gemeinsam, in welche Sparte des Eislaufens der Läufer gehört. In Stuttgart werden vor allem Einzellauf und Paarlauf gefördert.
Der optimale Trainingstag
Man glaubt es kaum, aber die leichten, schwebenden Bewegungen und atemberaubenden Schrittpassagen – das „übers Eis fliegen“, wie es Marielle beschreibt, ist hartes Training, sowohl auf dem Eis als auch neben der Bande. „Zu einem optimalen Trainingstag gehören zwei Stunden Eistraining, Athletik und Ballett“, erklärt Caprano.
„Alles eine Frage der Organisation“
Bleibt denn da noch Zeit für Schule und Freizeit? „Das ist alles eine Frage der Organisation“, so Marielle, die neben dem Training auch noch
Zeit für Einradfahren, Freunde und Schule hat.
Ein Ziel vor Augen
Ein Ziel hat die 16-jährige Läuferin des tus-Stuttgarts genau vor Augen: Sie möchte auf Bundesebene in die Meisterklasse aufsteigen, die höchste Stufe, die man im Eiskunstlaufen erreichen kann. Auf Landesebene ist sie da schon angekommen.
Kufenkünstler hautnah erleben
Wer den Kufenkünstlern einmal beim Training zuschauen will, der kommt einfach in das Eissportzentrum Waldau. Wettbewerbe, wie zum Beispiel der Heiko-Fischer Pokal im Januar, sind einen Ausflug wert. Und wenn Sie selbst einmal Ihr Talent im Eislaufen testen wollen, sollten Sie zum Training einer der drei Stuttgarter Vereine kommen.
Beide, sowohl Trainer Caprano als auch Schützling Marielle Schuster sind sich einig: „Wenn man einmal mit dem Eislaufvirus infiziert ist, dann gibt es kein Zurück mehr.“ (JB)
Weitere Informationen:
tus-Stuttgart Eissport: www.tus-eissport.de
TEC Waldau: www.tec-stuttgart.de
SERC: www.stuttgarter-erc.de
Nächster Wettbewerb im Eissportzentrum Waldau:
Heiko-Fischer-Pokal
13. - 15. Februar 2009
Marielle begeistert besonders die ständige Herausforderung etwas Neues zu erlernen.
Im Training dreht sich momentan alles um die Dreifachsprünge.
27.12.2008
(Ausgabe Januar 2009)










